Syphilis (Lues, harter Schanker) - Symptome, Ansteckungsgefahr und Behandlung


Symptome
Das Bakterium dringt vor allem über Schleimhäute ein, also an den Genitalien, am After und im Mund. Dort entsteht etwa drei Wochen nach der Ansteckung ein verhärtetes Geschwür, und der benachbarte Lymphknoten schwillt an. Schmerzen treten in Stadium I meist nicht auf. Unbehandelt greift die Krankheit innerhalb von einigen Wochen bis Monaten auf den gesamten Körper über (Stadium II). Es können Gliederschmerzen, Unwohlsein wie bei einer Grippe und Ausschläge auftreten, die oft als Allergien fehlgedeutet werden. „Die Symptome müssen jedoch nicht auftreten“, sagt Thoma-Greber. In Stadium III greifen die Erreger das Nervensystem an, was zu neurologischen Symptomen wie Kopfschmerzen und Lähmungserscheinungen bis hin zu Persönlichkeitsveränderungen führen kann.

Ansteckung
Durch Hautkontakte zu den Geschwüren, die auch innerhalb von Vagina oder Rektum liegen können, und vor allem im Stadium II über Sperma, Scheidenflüssigkeit und Speichel. Kondome schützen weitgehend. Eine Ansteckung über andere Wege als durch Körperkontakt (etwa ein gemeinsames Handtuch) ist extrem unwahrscheinlich.

Behandlung
Ob eine Infektion vorliegt, kann der Hausarzt mit einer Blutprobe feststellen. „Syphilis spricht prima auf Penicillin an“, sagt Thoma-Greber. Die Behandlung dauert zwei bis drei Wochen. Das Antibiotikum wird meist gespritzt, mitunter täglich.

Sonst noch was?
Bis zum Abschluss der Behandlung kein Sex. Der Arzt muss die Krankheit dem Gesundheitsamt (anonym) melden. Warnen Sie Ihre Sexualpartner. Schwangere müssen frühzeitig mit einer Therapie beginnen, um ihr Kind zu retten. Thoma-Greber: „Sonst kann es im ungünstigsten Fall zu einer Totgeburt kommen.“